Kombi-Führung führt in verborgene Kalkantenstube
- Lars Friedrich
- vor 14 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Fachwerk, Stadtgeschichte – und ein fast vergessenes Handwerk: Eine neue HATTINGEN ZU FUSS-Stadtführung durch die Hattinger Altstadt verbindet einen Rundgang durch den historischen Stadtkern mit einem exklusiven Besuch der Kalkantenstube in der St.-Georgs-Kirche Hattingen.
Das rund 90-minütige Angebot beginnt mit einem etwa 45-minütigen Spaziergang rund um den Kirchplatz und durch die angrenzenden Gassen. Im Mittelpunkt stehen Stadtentwicklung, Baugeschichte und die besondere Atmosphäre der Altstadt.
Im Anschluss öffnet sich für die Teilnehmenden ein Raum, der selbst vielen Hattingern unbekannt ist: die historische Kalkantenstube – verborgen hinter der Orgel der Kirche. Der kleine Raum im gotischen Chor gilt als jüngstes und zugleich kleinstes Museum der Stadt. Zugänglich ist er ausschließlich im Rahmen von Führungen außerhalb der Gottesdienst- und Konzertzeiten.
Über 200 Jahre Orgelgeschichte
Die Kalkantenstube erzählt von einer Zeit, als Orgelmusik noch echte Muskelarbeit war. Bevor elektrische Gebläse Einzug hielten, sorgten sogenannte Kalkanten für den notwendigen Wind in den Pfeifen. Während der Führung erfahren die Gäste, wie eine Orgel früher funktionierte, wer die Kalkanten waren und warum ihre Arbeit für den Gottesdienst unverzichtbar war.
Ein besonderes Highlight: Besucherinnen und Besucher dürfen selbst Hand anlegen und ausprobieren, wie anstrengend es war, die Orgel mit Luft zu versorgen. Zudem gibt es Einblicke in das Innenleben der historischen Roetzel-Orgel mit ihren fast 2.000 Pfeifen.
Kooperation mit Förderverein
Angeboten wird die Führung von HATTINGEN ZU FUSS in Zusammenarbeit mit dem Förderverein historische Kalkantenstube St. Georg e.V. Dessen Mitglieder übernehmen die Einführung in das Orgelmuseum. Pro Führung erhält der gemeinnützige Verein eine Unterstützung in Höhe von 40 Euro. Die Gruppengröße ist auf maximal zehn Personen begrenzt.
Wichtiger Hinweis
Die Kalkantenstube befindet sich im historischen Bereich der Kirche und ist nicht barrierefrei zugänglich. Steile Treppen aus dem frühen 19. Jahrhundert, enge Durchgänge und kleine Räume können Hindernisse darstellen.
Die Führung eignet sich als Wochenenderlebnis, Geschenkidee oder kulturelles Angebot für Kleingruppen – und verspricht einen seltenen Blick hinter die Kulissen eines bedeutenden Hattinger Wahrzeichens. Hier geht es zur Buchungsanfrage.









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