Noch Plätze frei: Die Ruhr als Verkehrsweg
- Lars Friedrich

- vor 11 Stunden
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Zum Tag des offenen Denkmals lädt HATTINGEN ZU FUSS am Sonntag, 13. September 2026, zu einer besonderen Führung entlang der Ruhr ein. Unter dem Titel „Die Ruhr: Landschaft, Industrie und Geschichte“ geht es um Wasserkraft, Schifffahrt und Industrialisierung – und um einen Fluss, der Hattingen über Jahrhunderte geprägt hat. Für die kostenfreie Führung um 14.30 Uhr sind noch Plätze frei.
Heute ist die Ruhr vor allem ein beliebter Freizeit- und Erholungsraum. Spaziergänger, Radfahrer und Wassersportler prägen das Bild. Doch vor rund 200 Jahren herrschte auf dem Fluss reger Güterverkehr: Kohle, Salz und andere Waren wurden auf der Ruhr transportiert, Schiffe geschleust und von Treidlern flussaufwärts gezogen.
Diese fast vergessene Seite des Ruhrtals steht im Mittelpunkt der Führung von HATTINGEN ZU FUSS am Tag des offenen Denkmals. Dabei wird deutlich, wie eng Landschaft, technische Entwicklung und Industrialisierung miteinander verbunden sind.
Der Rundgang führt zunächst zur Birschels Mühle mit ihrem Wasserkraftwerk aus dem Jahr 1902 und weiter zur Hattinger Ruhrschleuse von 1774. Vorbei an der Ruine Haus Cliff geht es bis zum historischen Ansitz Weile. Unterwegs erzählt Stadtführer Lars Friedrich von Burgfrauen, Schleusern und Treidlern – und geht auch der Frage nach, warum der aus der „Lindenstraße“ bekannte „Vater Beimer“ als erster Hattinger Ehrentreidler gilt.
Auf dem Rückweg durch den Landschaftspark Henrichshütte richtet sich der Blick auf die Industrialisierung des Ruhrtals. Warum entstand ausgerechnet hier ein großes Hüttenwerk? Wie veränderte die Industrie den Fluss und seine Landschaft? Und welche Geschichten verbergen sich hinter Haus Backwerth und dem einstigen Raubrittergut Ruwendahl?
Den Abschluss bildet der Blick auf den ältesten erhaltenen Hochofen des Ruhrgebiets und die weithin sichtbaren Eisenfiguren des polnischen Künstlers Zbigniew Frączkiewicz.
Damit greift die Führung zugleich das diesjährige Motto des Tags des offenen Denkmals „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ auf: Die Ruhr war Verkehrsweg und Lebensader, die Schleuse Teil eines historischen Transportnetzes, das Wasserkraftwerk diente der Energieversorgung und die Henrichshütte steht für die industrielle Entwicklung einer ganzen Region.
Der Tag des offenen Denkmals findet jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Seit 1993 wird Deutschlands größte Kulturveranstaltung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Ziel ist es, auf die Bedeutung von Denkmalpflege und Denkmalschutz aufmerksam zu machen.
Die Ruhr: Landschaft, Industrie und Geschichte Sonntag, 13. September 2026 Beginn: 14.30 Uhr
Für die Führung sind noch Plätze frei. Interessierte können sich bei HATTINGEN ZU FUSS anmelden unter kontakt@hattingenzufuss.de



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