Dozent Dr. phil. Kantig: Schlecht gelaunt durch die Stadt
- Lars Friedrich
- 17. Mai
- 1 Min. Lesezeit

Freundlich lächelnde Stadtführer und romantische Fachwerk-Schwärmereien? "Völlig überschätzt", findet zumindest Privatdozent Dr. phil. Friedrich Kantig. Im Herbst 2026 startet HATTINGEN ZU FUSS mit dem selbst ernannten Kulturhistoriker ein ungewöhnliches Führungsformat durch die Hattinger Altstadt – inklusive schlechter Laune, spitzer Bemerkungen und demonstrativer Überheblichkeit.
Dr. Kantig, viele Jahre als Stadtplanungsberater, Denkmal-Kommentator und selbst ernannter Experte für die Fehlentwicklungen des modernen Lebens tätig, meckert über schiefe Fachwerkhäuser, holpriges Kopfsteinpflaster, lärmintensive Baustellen und "maßlos überschätzte nette Sehenswürdigkeiten". Freundliche Begrüßungen sollten Gäste besser nicht erwarten. Fragen beantwortet der Privatdozent bevorzugt patzig. Stattdessen fallen Sätze wie: „Bleiben Sie zusammen. Weglaufen lohnt sich ohnehin nicht.“
Der klugscheißerische Störenfried mit der hochgezogenen Augenbraue hat sich seine schlecht gelaunte Art nach eigenen Angaben bei den „ganz Großen“ abgeschaut: Berliner Taxifahrern. „Das Publikum wird irritiert sein, wenn der Grummel-Guide überall ein Haar in der Suppe findet. Aber es wird nebenbei auch noch ganz viel über Hattingen lernen“, beschwichtigt Stadtführer Lars Friedrich (57), der die Kunstfigur entwickelt hat.
Geplant sind zunächst einzelne öffentliche Termine mit Privatdozent Dr. phil. Friedrich Kantig ab Herbst 2026. Auch Gruppenbuchungen der Dauermeckerei sollen möglich sein – besonders für Menschen, "die normale Stadtführungen eigentlich nicht mögen. Himmelherrgott!" Das Foto wurde liebevoll gestaltet von der KI.



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