Stadtführung „Z wie Zuwanderung“

Politische Bildung an zehn Stationen der Zuwanderung in Hattingen.

  • 2 Stunden
  • 100 euros
  • Platz am Bügeleisenhaus

Beschreibung

Anschaulicher als jedes Buch und jeder Audio-Guide: Mein Stadtrundgang zu zehn Stationen der Zuwanderung in Hattingen. Auf dieser Tour geht es nicht um typische Sehenswürdigkeiten, sondern um politische Bildung im Stadtraum. Und das aus gutem Grund: 2021 kann die Integrationsarbeit in Hattingen ihr 50-jähriges Jubiläum feiern! Die Gründe für Migration waren und sind vielfältig: Als Fachkräfte arbeiten Zuwanderer in Zechen und auf der Henrichshütte. Nach dem 2. Weltkrieg kommen sie als Ostflüchtlinge, Evakuierte und „Heimatvertriebene“ und ab den 1960er Jahren als Arbeitsmigranten aus Italien, Jugoslawien, Portugal, Spanien und der Türkei. In den 1990er Jahren folgen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Ex-Jugoslawien, Asylbewerber, Geduldete, Spätaussiedler und jüdische „Kontingentflüchtlinge“ aus der Ex-Sowjetunion. Eine Vielfalt von Lebensstilen und Herkünften prägt schon immer unsere Stadtgesellschaft: Menschen aus mehr als 120 Ländern, die keine deutsche Staatsagenhörigkeit besitzen, leben heute in Hattingen. Der Rundgang startet am einstigen „Haus der Heimat“ in der Innenstadt und führt vorbei an der größten Hattinger Moschee, der DITIB Hattingen Fatih Moschee, zum Bahnhof. Er ist in Hattingen DAS Sinnbild für Wandel, Industrialisierung und Mobilität. Ganz in der Nähe stand das 2003 als Verkehrshindernis abgerissene „Haus Burgeck“, in dem 1973 Hattingens erste Begegnungsstätte für Ausländer eingerichtet wurde. Von hier ist es auch nur noch ein Katzensprung zum Hindu-Tempel des Vereins Sri Varasiththi Vinayagar e. V. Durch den Gewerbe- und Landschaftspark Henrichshütte geht es mit Blick auf „Klein Moskau“ weiter zum ältesten Hochofen im Revier, in dessen Schatten seit 2015 Wohncontainer für Geflüchtete stehen. Über das „Ledigenheim“ führt der Weg zum ersten türkischen Beetraum in der Heggerfeld-Schule und zur Sporthalle Talstraße, die das Land im Jahr 2015 als Notunterkunft nutzte. Meine Stadtführung „Z wie Zuwanderung“ öffnet an insgesamt zehn Stationen einen Blick auf die vielfältige Zuwanderungsgeschichte der Stadt Hattingen vom 19. Jahrhundert bis heute und regt an, Diversität als Normalität zu erkennen. Für Schulklassen ist dieser Rundgang ab Jahrgangsstufe 8 geeignet.

Kontaktangaben

01754194195

kontakt@hattingenzufuss.de

Auf der Gahr 39, Hattingen, Deutschland

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